Internationalistisches Frauen*fest zum 8.März (10.03.18, 13.00 Uhr, Goseriede/Hannover)

Internationalistisches Frauen*fest Frauenrat Ronahî Hannover
„Liebe Frauen, Lesben, Trans und Inter,

wir laden euch herzlich zum internationalistischen Frauen*fest am 10. März 2018 um 13:00 Uhr an der Goseriede in Hannover ein. Wir wollen uns kennen lernen und gemeinsam laut und sichtbar sein.
Der 8. März ist weltweit für alle feministischen Menschen ein zentraler und bedeutender Tag. Seit Jahrhunderten gehen Frauen* für Geschlechterbefreiung und für ihre Rechte auf die Straße. Im 20. Jahrhundert begann dieser Kampf mit dem Erstreiten des Wahlrechts. Schon lange geht es am 8. März auch um die Emanzipation von allen nicht cis-männlichen Menschen und um die Entschlossenheit eine befreite Gesellschaft zu ermöglichen. Wir wollen patriarchale Strukturen benennen und zu Fall bringen.
Gemeinsam und überall!
Es ist das Recht aller Menschen in Frieden und Selbstbestimmung zu leben. In der Demokratischen Föderation Nordsyrien, Rojava, wird sich anhand der drei Säulen Geschlechterbefreiung, Ökologie und Basisdemokratie organisiert. Die Frauen*-Organisierung ist dort auf allen Ebenen unabhängig. Das haben sie sich selbst erkämpft. Die Kraft, die von ihnen ausgeht, zeigt, dass sie sich der Herrschaft und dem Krieg nicht unterwerfen und nicht bereit sind, ihre Unterdrückung zu dulden.
Deshalb bewerten wir den Angriff auf Afrîn vor allem als einen Angriff auf die Frauen*revolution und setzen unser Fest unter den Stern des Widerstands von Afrîn.
Solidarität mit allen feministischen Kämpfen weltweit.

Es lebe der Widerstand in Afrîn.
Frauen*LebenFreiheit – JinJiyanAzadî!
#WomenRiseupforAfrin“

Demo „Gewalt ist Faschismus. Selbstverteidigung ist unser Recht!“ (25.11.17, Celle)

Feministische Kampagne Gemeinsam Kämpfen Selbstbestimmung Demokratische Autonomie

ŞÎDET FAŞÎZM E. XWEPARASTIN MAFÊ ME YE!
GEWALT IST FASCHISMUS. SELBSTVERTEIDIGUNG IST UNSER RECHT!

Am Tag gegen Gewalt an Frauen, dem 25. November, startet offiziell die Gemeinsam Kämpfen! Feministische Kampagne für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie. Dazu wird es eine Demonstration geben:

25.11.2017, 13.00 Uhr, Neues Rathaus/Celle

Gemeinsam rufen zur Demo auf:
Hêvî – Frauen in Not e.V.
Feministisches Jugendkomitee Celle
Jinên Ciwan ên Azad & JXK Hannover
Dachverband des Êzîdischen Frauenrats e.V.
Frauenrat Ronahî e.V.
Feministische Initiative Wendland
Feministische Kampagne „Gemeinsam kämpfen! Für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie“

Veranstaltung „Eine feministische Revolution! Jineolojî und radikaler Feminismus“

Gemeinsam kämpfen! Feministische Kampagne für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie

– Dies ist eine Veranstaltung für Frauen*/FLTI*-Personen. –

Der autonome feministische Kampf ist ein Grundprinzip der kurdischen Befreiungsbewegung. Es wird davon ausgegangen, dass die Befreiung der Frau grundlegend ist für die Befreiung aller. Frauen organisieren sich autonom, haben Kooperativen, Akademien und Räte und entwickeln eigene feministische Perspektiven in Kämpfen. Was heißt es also, sich autonom feministisch zu organisieren, warum wird das als wichtig angesehen und was heißt das für feministische Kämpfe hier?
Wir werden einige Grundannahmen und Hintergründe des Konzepts der Befreiung der Frau anschauen, die Revolution in Rojava genauer kennenlernen und uns weiter die Frage stellen: Was ist hier denkbar?

22.11.2017 (Mittwoch), 18.00 Uhr, NAV-DEM Hannover (Königsworther Str. 2)

Die Veranstaltung ist Teil der Gemeinsam Kämpfen! Feministische Kampagne für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie“ und findet in Kooperation mit dem Frauenrat
Ronahî Hannover, der JXK – Studierende Frauen aus Kurdistan Hannover, den Jinên Ciwan ên Azad – Jungen Freien Frauen und dem Dachverband des Êzîdischen Frauenrats statt.

Zum offiziellen Start der Gemeinsam Kämpfen! Feministische Kampagne für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie am Tag gegen Gewalt an Frauen, dem 25.11.17, wird es unter anderem in Celle eine Demonstration geben. Zu dieser Kundgebung sind alle gender aufgerufen.
Die Demo wird neben der Kampagne auch vom Frauenrat Ronahî Hannover, der Feministischen Initiative Wendland, dem Feministischen Jugendkomitee Celle, dem Dachverband des Êzîdischen Frauenrats e.V. und den êzîdischen Frauen in Celle vom HÊVÎ e.V. organisiert.
25.11.17 (Samstag), 13.00 Uhr, Neues Rathaus/Celle

8.März ist Internationaler Frauenkampftag! (Veranstaltungen, Ausstellung, Demo und Film des Frauenrats Ronahî)

Zum 8.März, den Internationalen Frauenkampftag, veranstaltet der Frauenrat Ronahî gleich eine ganze Reihe von Aktionen.

Bereits am 01.03.2017 wird mit der Veranstaltung „Rojava – Ohne Freiheit der Frau keine Demokratie“ um 19.00 Uhr im Kulturzentrum Pavillon (Lister Meile 4, Hannover) die Ausstellung „Rojava – Frühling der Frauen“ der Stiftung der Freien Frauen von Rojava (Weqfa Jina Azad Wjar) eröffnet.
Veranstaltung und Ausstellung finden in Kooperation des Frauenrats Ronahî mit dem Frauenbündnis 8. März, dem Friedensbüro Hannover, der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Solidaritätsgruppe Rojava statt.

FrauenratRonahî_8.März_Demo

Am 08.03.2017 selbst ruft der Frauenrat zu einer Demonstration unter dem Slogan „Jiyana azad ê bi berxwedana jinê biserkeve!“ (Das freie Leben wird mit dem Widerstand der Frau erfolgreich sein!) auf: 16.00 Uhr, Ernst-August-Platz (Hauptbahnhof/Hannover).

Sara - Jiyana min her ser bû

Des Weiteren wird vom Frauenrat Ronahî und den JXK – Studierende Frauen aus Kurdistan nochmal den Film „Sara – Jiyana min her şer bû“ über das Leben von Sakine Cansiz gezeigt:
13.03.2017, 19.00 Uhr, Kulturzentrum Pavillon (Lister Meile 4, Hannover).

Mitte März werden unter dem Titel „Rojava – Vom Aufbau einer Basisdemokratie in einer Kriegsregion“ Einblicke in das Leben und den Aufbau der Demokratischen Autonomie in Rojava gewährt. Eine junge Aktivistin berichtet von ihrem Aufenthalt und ihrer Arbeit in der Region. Diese Veranstaltung wird von der Solidaritätsgruppe Rojava und dem Frauenrat Ronahî veranstaltet: 16.03.2017, 19.00 Uhr, Kulturzentrum Pavillon (Lister Meile 4, Hannover).

Gedenkveranstaltung für Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) und Leyla Şaylemez (Ronahî)

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Die Frauenbewegung Kurdistans in Hannover – der Frauenrat Ronahî, die Jinên Ciwan ên Azad Hannover und die JXK – Studierende Frauen aus Kurdistan Hannover – veranstaltet am Montag, 09.01.2017 eine Gedenkveranstaltung für die am 09.01.2013 in Paris ermordeten Aktivistinnen Sakine Cansız (Sara), Fidan Doğan (Rojbîn) und Leyla Şaylemez (Ronahî).
Die drei Kurdinnen wurden ermordet, um den Ende 2012 gerade erst aufgenommenen Dialog zwischen der Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) und der türkischen Regierung im Keim zu ersticken.

Am 07.01.2017 findet eine europaweite Demonstration in Gedenken an die Gefallenen und als Protest gegen den Mord an ihnen statt.
Tickets für eine gemeinsame Anreise mit dem Bus aus Hannover (Abfahrt: 06.01.2017, 23.00 Uhr, ZOB Hannover) können über den Frauenrat Ronahî bezogen werden: ronahi-hannover@gmx.de, 0176 52900645

Film „Sara – Jiyana min her şer bû“ (12.01.2017, 16.00 Uhr Apollo Kino)

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Am 9. Januar 2013 wurden Sakine Cansız (Sara), Gründungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und eine führende Persönlichkeit der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung, sowie die Pariser Vertreterin des kurdischen Nationalkongresses (KNK), Fidan Doğan, und die Jugendaktivistin Leyla Şaylemez kaltblütig im Kurdistan Informationszentrum in Paris ermordet.
Sakine Cansız wurde 1958 im nordkurdischen Dersim geboren und schloss sich im Alter von 18 Jahren dem kurdischen Freiheitskampf an. Sie war eine von zwei Frauen, die am Gründungskongress der PKK 1978 teilnahmen. Ein Jahr vor dem Militärputsch 1980 wurde Sakine Cansız inhaftiert. In ihrer 12-jährigen Haftzeit wurde sie Opfer von schwerster Folter, gegen die sie entschlossen Widerstand leistete und somit zu einer Symbolfigur des kurdischen Frauenbefreiungskampfs wurde. Als erste PKKlerin verteidigte sie sich vor dem Putschgericht in Amed mit einer politischen Argumentation. Nach ihrer Entlassung 1991 führte sie ihren Kampf in verschieden Orten im Mittleren Osten weiter. 1998 erhielt Sakine Cansız politisches Asyl in Frankreich, seitdem engagierte sie sich in mehreren Ländern Europas für eine Lösung der kurdischen Frage und die Befreiung der Frau. Unter anderem war sie Mitglied des Kurdischen Nationalkongress (KNK) mit Sitz in Brüssel.

Sara – „Jiyana min her şer bû“ (Mein ganzes Leben war ein Kampf) ist ein Dokumentarfilm über das revolutionäre Leben von Sakine Cansız. Die Besonderheit des Dokumentarflims liegt darin, dass ihre Persönlichkeit von Familienmitgliedern, Freund*innen und Genoss*innen beschrieben wird und ist dadurch eine wunderbare Ergänzung zu der ab 2014 in mehreren Bänden erschienen Autobiographie „Mein ganzes Leben war ein Kampf“. Untermalt wird der Film durch eine Erzählerinnenstimme, die in mehreren Sequenzen Passagen aus dem Buch vorliest.
Auch ohne die Autobiographie gelesen zu haben oder anderweitiger Vorkenntnisse gibt der Film gute Einblicke.

Der Film wird gemeinsam gezeigt vom Frauenrat Ronahî Hannover, den Jinên Ciwan ên Azad Hannover (Junge Freie Frauen) und der JXK Hannover (Studierende Frauen aus Kurdistan).
Der Eintritt ist frei, allerdings würden sich die Veranstalterinnen über eine Spende freuen.

Nach und vor der Vorführung wird es möglich sein, die Autobiographie von Sakine Cansız und andere Literatur zur kurdischen Frage am Bücher- und Infostand der JXK zu erwerben.

Gedenkveranstaltung für Jinda Mêrdîn (26.12.2016, 14.00)

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Im letzten Winter fanden heftige Kämpfe zwischen den YPS, den Verteidigungseinheiten der selbstverwalteten Stadtteile in den Städten Nordkurdistans, und dem türkischen Militär statt. Über 300 Zivilist*innen wurden getötet, ganze Stadtteile in Schutt und Asche gelegt, 500.000 Menschen vertrieben. In Cizîr/ Cizre wurden mehrere Keller, in denen Betroffene Zuflucht gesucht hatten, von Soldaten angezündet, sodass Dutzende Menschen bei lebendigem Leib verbrannten.
Nach diesen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zogen sich die YPS teilweise aus Stadtteilen zurück, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Die Kämpfe haben seitdem an Heftigkeit verloren, doch der Staat enteignet einfach die Besitzer*innen von Häusern und Grundstücken, unterstellt die Kommunen kolonialen Zwangsverwaltern und lässt die demokratisch Gewählten, bis hin zu Parlamentarier*innen, und Aktivist*innen verhaften.

Jînda Mêrdîn war eine der Kämpfer*innen in Nordkurdistan. Sie hat sich im letzten Winter in Qoser/Kiziltepe selbst getötet, um nicht dem Militär in die Hände zu fallen und gefoltert zu werden. Sie ist ein Beispiel für viele Jugendliche in Kurdistan: ihre Realität, die von der kurdischen Frage dominiert wird, muss anerkannt werden, um sie zu verändern, damit sich Geschichten wie die von Jînda Mêrdîn nicht wiederholen müssen.

Wir drücken ihrer Familie unser tiefstes Beileid aus und wollen ihr gemeinsam gedenken:
26.12.2016 (Montag), 14.00 Uhr, NAV-DEM Hannover (Königsworter Str. 2)

Demonstration zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25.November)

MeclîsaRonahî_Mobi_161125_Tag-gegen-Gewalt-an-Frauen

Das Internationalistische Frauenkomitee Hannover lädt ein zur Abend-Demonstration für internationale Solidarität unter Frauen* und gegen Gewalt an Frauen weltweit.
Unter patriarchaler (d.h. Männerherrschaft) Gewalt leidet die Gesellschaft nun schon seit über 5.000 Jahren. Aber 5.000 Jahre Patriarchat heißt auch 5.000 Jahre Frauenwiderstand!
Also ab auf die Straße und positioniert euch! Denn solange nur eine Frau unter Unterdrückung und Gewalt leidet, können und werden wir auch nicht frei sein!